Die Ergebnisse der deutschen Kids‘ Digital Lives in COVID-19 Times (KiDiCoTi) Befragung wurden veröffentlicht. Der Bericht gibt einen Überblick, wie Familien in Deutschland die Phase des Lockdowns erlebt haben und inwiefern dies ihre Mediennutzung verändert hat. Nach Selbsteinschätzung der befragten Kinder und Jugendlichen lag die durchschnittliche Mediennutzungsdauer bei 5,9 Stunden pro Tag. Mehr als die Hälfte ihrer täglichen Online-Zeit (3,3 Stunden) haben die befragten Kinder und Jugendlichen während der Zeit der Schulschließungen allerdings mit der Bearbeitung von Schulaufgaben verbracht. Die Ausweitung der Nutzungszeiten ist vor allem auf die verstärkte Kommunikation über Online-Medien zurückzuführen, sei es, um mit den Lehrern Kontakt zu halten oder sich mit Familienmitgliedern und Freund*innen auszutauschen. Auch andere Online-Aktivitäten wie Spielen, Spaß und Unterhaltung oder die Suche nach Informationen haben in der Zeit der Schulschließungen zeitlich mehr Raum eingenommen, wobei sich dies am deutlichsten in der jüngsten Altersgruppe widerspiegeln.

Die Daten bestätigen im Wesentlichen die Erwartungen und die Ergebnisse anderer Studien, dass sich die Mediennutzung in der Zeit der Schulschließungen erhöht hat.  Die Daten wurden im Sommer 2020 in 15 europäischen Ländern erhoben. Der internationale Bericht wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 erscheinen.

Quelle: Hans-Bredow-Institut