Region Ost-Brandenburg

 

Do 08.09 |10:00 – 16:30 Uhr

Jugendbildungszentrum Blossin e.V.
Waldweg 10
15 754 Heidesee/OT Blossin

Region West-Brandenburg

 

Do 22.09. | 10:00 – 16:30 Uhr

Oranienwerk GmbH & Co KG
Kremmener Str. 43
16 515 Oranienburg

Es ist wieder so weit: Wir laden Euch/Sie herzlich zu den jumblr-Regionalfachtagen 2022 ein. 

Sich austauschen, neue Netzwerke bilden und spannende Impulse für die eigene Praxis mitnehmen: In diesem Jahr nähern wir uns auf dem Regionalfachtag dem Thema Medienbildung in Krisenzeiten. Ausgehend von den bestimmenden Themen unserer Zeit wie Klimakrise, Corona oder Ukraine-Krieg diskutieren wir gemeinsam die Herausforderungen für die Kinder- und Jugendarbeit, erarbeiten mögliche Lösungsansätze und lernen konkrete Medienprojekte kennen. Der Regionalfachtag richtet sich an außerschulische und schulische pädagogische Fachkräfte.

Der Vormittag beginnt mit einem Input von Dr. Anna Grebe, Medienwissenschaftlerin. Sie unternimmt eine kritische Analyse von Medienbildung in Krisenzeiten. Vor diesem Hintergrund steht die Reflektion der eigenen Arbeit im Mittelpunkt der Kleingruppenarbeit: Wo und wie sind wir mit dem Thema Krisen in unserer täglichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen konfrontiert? Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden abschließend im Plenum gemeinsam diskutiert. Nach der Mittagspause folgen vier parallel stattfindende Workshops, die konkrete Projekte der Kinder- und Jugendarbeit vorstellen und zeigen, wie Krisen thematisiert bzw. ihnen begegnet werden können. Vor dem Hintergrund der Workshop-Ergebnisse findet ein abschließender Austausch hinsichtlich möglicher regionaler Vernetzungen statt.

Moderiert wird der Regionalfachtag von Björn Schreiber, Geschäftsführer Landesfachverband Medienbildung Brandenburg e. V.

Wir freuen uns auf Eure/Ihre Teilnahme!

 

Programm

 

10:00 Uhr          Begrüßung

10:15 Uhr          Impuls: Medienbildung in Krisenzeiten – eine kritische Analyse

11:00 Uhr          Kleingruppenarbeit: Medienbildung in Krisenzeiten – Was bedeutet das für meine tägliche Arbeit?

12:00 Uhr          Vorstellung der Ergebnisse und Diskussion

12:30 Uhr          Mittagspause

13:30 Uhr          Workshops: Krise in der Praxis bewältigen

15:00 Uhr          Kaffeepause

15:15 Uhr          Regionaler Austausch – wie weiter mit den Ergebnissen?

16:15 Uhr          Learnings und Abschluss

16:30 Uhr          Ende

Impulsvortrag: Corona, Krieg, Klima – Medienbildung in Krisenzeiten

Der Alltag junger Menschen aus dem Krieg in der Ukraine kommt per TikTok in deutsche Kinderzimmer, Klima-Aktivist*innen mobilisieren sich über Instagram und Messenger – und seit Beginn der Corona-Pandemie haben Jugendliche sich notgedrungen verstärkt auch in virtuelle Welten zurückgezogen. Die drei großen Krisen unserer Zeit betreffen nicht nur ganz besonders die junge Generation, sondern sie eröffnen auch neue Perspektiven auf die Medienbildung, ihre Chancen und Herausforderungen, für Fachkräfte, Eltern und die Jugendlichen selbst. Wie kann sie ihren Platz in der Lebenswelt junger Menschen (wieder) finden?

Dr. Anna Grebe (medien. politik. partizipation.)

Workshops – Krise in der Praxis bewältigen

Workshop 1 (Region Ost-BB) - Filter, Emotionen und Desinformationen – Der Krieg in der Ukraine auf TikTok (abgesagt)

Soziale Netzwerke wie TikTok sind ein wichtiger Austragungsort gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine findet dort natürlich auch statt – dort werden Videoclips gepostet, die bewusst oder unbewusst zu einer Waffe im Informationskrieg werden. In dem Workshop schauen wir uns die gängigsten verschwörungsideologischen Narrative sowie Gründe an, weshalb diese verfangen. Ferner beschäftigen wir uns mit den Funktionen der Kurzvideoapp, seinem Algorithmus und wie Propaganda und Desinformation sich dort verbreiten können. Zuletzt diskutieren wir einige Ideen, wie Pädagog*innen mit Verschwörungstheorien und Desinformation rund um den Ukraine-Krieg umgehen können.

Elisabeth Fast & Theresa Lehmann, Amadeu Antonio Stiftung

Workshop 2 - Aufsuchende Jugendarbeit in Social Media? Zwischen Online-Freiräumen und Digital Streetwork.

Social Media Plattformen schaffen Sozial- und Begegnungsräume und sind essenziell für die Lebenswelt Jugendlicher und somit auch relevant für die Arbeit pädagogischer Fachkräfte. Digital Streetwork als virtuell-aufsuchende und online-gestützte Beratung von Jugendlichen ist dabei ein relativ neues Feld der pädagogischen Arbeit, das wir näher beleuchten wollen. Der Workshop beschäftigt sich daher einerseits mit der Idee des Digital Streetwork sowie dessen Grenzen und Herausforderungen, andererseits mit den Online-Räumen, in denen Jugendliche sich aufhalten und die für sie als Freiräume eine wichtige Rolle spielen.

Lisa Mutschke & Fabian Wörz (JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung Praxis, Büro Berlin)

Workshop 3 (Region West-BB) - Das Beste aus zwei Welten: Hybride Jugendarbeit mit virtuellen Spielewelten.

Was als Notlösung zur Überbrückung von Kontaktbeschränkungen begann, hat sich als erfolgreiches Instrument in der Jugendarbeit entpuppt. Der digitale Jugendclub Kulti Biesenthal hat sich etabliert und wird in Projekten vor Ort ausgebaut, verändert, bevölkert. Wir sehen darin ein gelungenes Beispiel, im Hybriden das Beste aus beiden Welten zu kombinieren. Der Workshop bietet wertvolle Erfahrungen aus erster Hand zur Konzeptentwicklung und -umsetzung, interaktiven Spielvarianten, Projektideen zur Übertragung in die eigenen Einrichtungen, Tipps und vermeidbare Stolpersteine.

Sebastian Henning (Jim Biesenthal, Hoffnungstaler Stiftung Lobetal)

 

Workshop 4 (Region Ost-BB) Umweltprojekte mit Coding und Hardware umsetzen.

Ob Mini-Gießanlage für die Fensterbank, Luftqualitätsmessung im Klassenzimmer oder Wetterstation fürs Dach vom Jugendclub – in der Stadt oder im eigenen Umfeld gibt es viele Möglichkeiten mit Sensoren zu arbeiten. In diesem Workshop zeigen wir, wie man mit Hardware aus der Hacking Box der Technologiestiftung Berlin einfache Beispiele mit unterschiedlichen Altersgruppen bauen kann. Mit dem Hands-on Ansatz öffnen wir die Blackboxes der smarten Alltagsgeräte und zeigen, dass man mit digitaler Hardware auch kreativ und selbstbestimmt umgehen kann!                                                                    Wir zeigen alles Schritt für Schritt, es sind keine Vorkenntnisse notwendig. Wir freuen uns auf alle, die Lust haben gemeinsam kreativ zu sein! Die Hardware zum Bauen gibt es vor Ort; für den praktischen Teil sollte jede/r Teilnehmer:in einen eigenen Laptop mitbringen. In diesem Workshop besteht Maskenpflicht.

Carolin Clausnitzer & Dr. Dieter Müller (Technologiestiftung Berlin)

Workshop 4 (Region West-BB) Digitale Bildung und nachhaltige Entwicklung.

Ein interaktives Plakat zum Thema Mobilität, oder eine eigene Recycling-App – Bildung für nachhaltige Entwicklung geht auch digital! In dem Workshop geben wir eine Einführung in die Themen digitale Bildung und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (17 SDGs). Zusätzlich stellen wir kreative Projekte vor, die du einfach mit Kindern und Jugendlichen bei dir in der Bildungseinrichtung umsetzen kannst. Ganz nebenbei lernst du digitale Werkzeuge kennen und sammelst erste Programmiererfahrungen. Es werden keine Vorkenntnisse benötigt.

Junge Tüftler*innen

Anmeldung

Kontakt

Isgard Walla

Isgard Walla

Referentin für Medienbildung | Projektleitung jumblr – Jugendmedienbildung im ländlichen Raum

 

Tel.: 0331-60 11 88 45
Mobil: 0159-06 11 93 23
Mail: kern@medienbildung-brandenburg.de

Cornelia Kern

Cornelia Kern

Bildungsreferentin | Projektmitarbeit jumblr – Jugendmedienbildung im ländlichen Raum

 

Tel.: 033398-8999-25
Mail: m.ruediger@kurt-loewenstein.de