Forderung 1

1. Strukturelle Verankerung von Medienbildung in Jugendhilfeplanung und Jugendförderplänen
Wir fordern die Jugendhilfeplanerinnen und -planer der Landkreise und kreisfreien Städte auf, im Rahmen der Jugendhilfeplanung im Sinne der Lebensweltorientierung von Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit ein besonderes Augenmerk auf die regelmäßige fachliche Weiterbildung sozialpädagogischer und erzieherischer Fachkräfte bzgl. der Mediennutzung junger Menschen zu legen. Für Heranwachsende sind Medien auf Engste mit Sozialisation, Weltaneignung und Identitätsbildung verbunden. Medienpädagogisches Grundwissen und medienpädagogische Methoden gehören deshalb zum Repertoire einer jeden sozialpädagogischen Fachkraft, um das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Unterstützung und Förderung sicher zu stellen, die Potenziale einer vernetzten Medienwelt selbstbestimmt und in sozialer Verantwortung zu nutzen. Die Jugendförderpläne der örtlichen Träger der Jugendhilfe müssen diese Erfordernisse adäquat widerspiegeln. Die oberste Landesjugendbehörde ist aufgefordert, die Umsetzung dieser Forderungen im Rahmen ihrer Kontrollfunktion sicher zu stellen.