Forderung 7

7. Jugendmedienschutz auf der Höhe der Zeit
Für den gesetzlichen Jugendmedienschutz ist eine Novellierung notwendig, welche die aktuellen gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen berücksichtigt. Die weiter fortschreitende Konvergenz der Medien macht eine Vereinheitlichung der gesetzlichen Bestimmungen im Jugendschutzgesetz (JuSchG) und dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) notwendig. Das Land Brandenburg ist gefordert, eine aktive Rolle in der Diskussion um gesetzliche Neuregelungen zwischen Bund und Ländern zu übernehmen.

Der erzieherische Jugendmedienschutz hat das Ziel, Kinder und Jugendliche bei der Nutzung digitaler Medien zu stärken, um Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren. Dies kann nur wirksam gelingen, wenn in Angeboten für junge Menschen und deren Eltern ein entsprechendes Bewusstsein geschaffen wird. Deshalb sind die bereits bestehenden Angebote der Medienerziehung für Kinder und Jugendliche in schulischer und außerschulischer Bildung auszubauen und dabei besonders Ansätze der Peer-to-Peer-Education zu entwickeln.

Eltern werden in der digitalen Mediengesellschaft mit zunehmenden Anforderungen konfrontiert. Viele Eltern sind unsicher, wie der Umgang mit Medien in der Familie gestaltet werden kann. Deshalb ist das Angebot der Eltern-Medien-Beratung im Land Brandenburg fachlich und konzeptionell ständig weiter zu entwickeln, besonders die Angebote der medienpädagogischen Elternveranstaltungen und deren fachliche Koordination ist dauerhaft zu sichern und flächendeckend auszubauen.