Modul Digitale Wertegemeinschaft

Die digitalisierte Welt hat die Regeln des Miteinanders verändert. Neben Diskriminierungen und unhöflichem Verhalten kämpfen wir jetzt auch gegen Fake News, Hate Speech und durch die Medien verbreitete Rollenbilder, die die Wahrnehmung von Realität beeinflussen. Für das positive Miteinander sollen in diesem Modul anhand von Beispielen aus der eigenen Lebensrealität digitale Verhaltensregeln zusammengetragen und Tools für den nachhaltigen Einsatz in diesem Bereich erlernt werden, so dass die Teilnehmenden zu digitalen Konfliktlotsen werden, die ihr Wissen als Peers auch an andere weitergeben können, damit sich alle für mehr digitale Zivilcourage einsetzen.

Jumblr – Thema Meinungsbildung

Fake News • Vorurteile • Populismus • Verschwörungstheorien • Filterblasen • SocialBots

Ziele
  • Wege zur politischen Beteiligung aufzeigen
  • Eigene Positionen entwickeln und vertreten
  • Reflexion über das eigene Medienhandeln anregen
  • Förderung politischer Handlungsmotivation und Selbstwirksamkeitserfahrung
  • Mechanismen der Nachrichtenproduktion verstehen lernen
  • Begriffe „Fake News“, „Hassrede“, „Verschwörungstheorie“ voneinander abgrenzen
Informationen zum Inhalt
Thema – Das Netz und ich: Innerhalb der Großgruppe lernen die Teilnehmenden anhand einer soziometrischen Aufstellung, wie andere das Internet für sich nutzen und wie ihre täglichen Erfahrungen dabei aussehen. Ereignisse werden durch eine „digitale Brille“ anders wahrgenommen. Der eigenen Wahrnehmung, und wodurch sie beeinflusst wird, soll hier nachgespürt werden. In Kleingruppenarbeit sollen Ereignisse eingeordnet, die eigenen Reaktionen reflektiert und möglichen Handlungsoptionen der Teilnehmenden besprochen werden.

Thema – Fake News: Wem können wir vertrauen und warum? Mit den Teilnehmenden werden Begriffe wie Objektivität, Meinungsfreiheit und „Lügenpresse“ diskutiert. Was ist journalistische Objektivität? Wann hört Meinungsfreiheit auf? Wie kann ich wissen, ob ich einer Quelle vertrauen kann oder nicht? Quellenkritik soll praktisch geübt werden. Die Teilnehmenden produzieren in Kleingruppen selbst um die Wette „Fake News“, denen die anderen Gruppen „auf den Leim gehen“ sollen.

Thema Hate Speech: Ein Phänomen des digitalen Alltags ist Hassrede. Was Hate Speech ist und wie Hate Speech funktioniert, soll mittels passender Methoden (z.B. Visibilis) veranschaulicht werden. Im gleichen Schritt soll mit den Teilnehmenden erarbeitet werden, weshalb digitale Ausprägungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit keinen Platz in einer demokratischen Wertegemeinschaft haben sollten, weshalb Hate Speech dennoch auftaucht und was sich dagegen tun lässt (Moderations- und Meldemöglichkeiten, Counter-Speech).

Medien, Hate Speech & Fake News – Eigene Mediennutzung, eigene Vorurteile: Die Teilnehmenden setzen sich mit der eigenen Mediennutzung, sozialen Medien und eigenen Vorurteilen auseinander. Wie beeinflussen die eigenen Vorurteile die Mediennutzung und –wahrnehmung. Wie funktionieren Vorurteile und welche habe ich selbst?

Service Learning –  Erstellen von digitalen Regeln und Tools für einen positiven Umgang im Netz: Als Antworten auf Diskriminierungen und Fehlinformationen sollen kreative Beiträge, Netiketten für die eigenen Gruppen oder Tools entstehen, die als Reaktion auf Hassbotschaften und Fake News funktionieren. Diese sollen sich auf die am Vortag befassten Themen beziehen und könnten Projektgruppen ins Leben rufen, die sich als digitale Mediatoren verstehen und sich für digitale Zivilcourage einsetzen.

 

Angewandte Methoden
  • Gruppenarbeiten
  • Plenumsdiskussion
  • Zukunftswerkstatt
  • Soziometrische Aufstellung
  • Hate Speech Bingo
  • Meme-Werkstatt
  • World Café
  • Recherche im Netz
  • Präsentieren der Ergebnisse
Ansprechpartner
Adressen der Jugendbildungsstätten

Jugendbildungszentrum Blossin e. V., Waldweg 10, 15754 Heidesee / OT Blossin, Telefon 033767 75-0,  info (ät) blossin.de

Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein, Freienwalder Allee 8-10, 16356 Werneuchen/Werftpfuhl, Telefon 033398-8999-11, info (ät) kurt-loewenstein.de

Stiftung Begegnungsstätte Gollwitz, Schlossallee 101, 14776 Brandenburg OT Gollwitz, Telefon 03381 213860, info (ät) stiftunggollwitz.de

Schloß Trebnitz – Bildungs- und Begegnungszentrum e. V., Platz der Jugend 6, 15374 Müncheberg OT Trebnitz, Telefon 033477 519-0 empfang (ät) schloss-trebnitz.de

 

jumblr-Module Bildungsstätten

Die Module werden in drei oder fünftägigen Seminaren in den Bildungsstätten – Jugendbildungszentrum Blossin, Begegnungsstätte Schloss Gollwitz, Bildungs- und Begegnungsstätte Schloß Trebnitz, Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein –  umgesetzt und sind sowohl für Schulklassen als auch für Jugendgruppen geeignet. Die Hauptzielgruppe sind Jugendliche zwischen 13-17 Jahren, die Module können jedoch altersspezifisch für eine jüngere wie auch ältere Zielgruppe angepasst werden.

Ansprechpartner
Bastian Bielig
Referent für jumblr
Jugend- und Medienbildung im ländlichen Raum
Tel. 0331-60 11 88-40
mobil: 0174-574 6722
Mail: bielig [ät] medienbildung-brandenburg.de

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