Modul Lebensperspektive 2.0

Sowohl im Privaten als auch im Beruflichen hat sich unter anderem durch die Digitalisierung viel verändert. Klassische Familien-, Arbeits- und Lebensmodelle sind mit Ideen von bedingungslosem Grundeinkommen und Berufsperspektiven wie „Influencer“ aufgebrochen und stellen junge Menschen vor große Herausforderungen: Wo und wie leben und wohnen? Arbeit, Geld oder Freizeit, was ist mir wichtig? Wann und wie gründe ich eine Familie? Wie sieht die aus? Folge ich den Ideen von YouTube-Vorbildern, die ich cool finde, oder gehe ich einen eigenen Weg? Im Modul „Lebensperspektive 2.0“ sollen die verschiedenen klassischen und modernen Lebensperspektiven verglichen werden, sich mittels Simulationen und Szenarien über die eigene Identität und Neigung bewusst und diskutiert werden, was im Leben wirklich wichtig ist.

Jumblr – Thema Digitale Partizipation
Inklusion • Mediale Handlungsräume • Mitbestimmung & Mitgestaltung • Außenkommunikation • (Selbst-)Wirksamkeit

Ziele
  • Wege zur politischen Beteiligung aufzeigen
  • Reflexion über das eigene Medienhandeln anregen
  • Förderung politischer Handlungsmotivation und Selbstwirksamkeitserfahrung
Informationen zum Inhalt

Thema – Lebensperspektive: Kleingruppenarbeit zu Fragestellungen „Wie stelle ich mir meine Zukunft vor?“, „Was will ich?“ und „Was ist mir wichtig?“ An Hand von Positionsbarometern und Entscheidungen wird diskutiert: „Wie sieht das Gleichgewicht aus zwischen Arbeit, Geld, Freizeit aus?“, „Wo liegen die Prioritäten der Teilnehmenden?“, „Was müssen sie dafür tun, um diese Ziele zu erreichen?“

Thema  – Leben und Wohnen: Die Teilnehmenden beschäftigen sich damit, was sie zum Leben brauchen und wie sie leben wollen. Hierbei können Bereiche des Alltags thematisiert werden, mit denen sie sich sonst wenig beschäftigt haben (z.B. Versicherungen, Steuern, etc.). Zur Verdeutlichung von Lebensumständen eignet sich die Methode „Die ideale Wohnung“: Alle TN erarbeiten für sich eine ideale Wohnung mit Ausstattung und Lage. Anschließend vergleichen sie diese mit einer anderen Person und gleichen Unterschiede ab. Zur Vorstellung von Lebenswelten kommt die Methode „Gemeinsame Stadtplanung“ zum Einsatz. Hier arbeiten Kleingruppen an Stadtvorstellungen (was brauchen sie, welche Angebote soll es geben, welche Infrastruktur ist für sie wichtig), um unterschiedliche Bedarfe zu ermitteln und Ansprüche an Städte zu erarbeiten.

Thema  – Familie: Die Teilnehmenden setzten sich mit dem Begriff „Familie“auseinander, welche Vorstellungen gibt es im Allgemeinen, wodurch werden sie tradiert? Wie sieht die eigene Familie aus? Wer gehört dazu, was macht sie aus? Es werden Familienmodelle in der Gesellschaft  erarbeitet und deren Bedeutung für den persönlichen Werdegang reflektiert.

Thema – Arbeit: Die Teinehmenden vergleichen Arbeitsmodelle historisch und weltweit. Was macht Arbeit bei uns aus, wie wird der Begriff verstanden und verwendet? Was sind die Erwartungshaltungen der Teilnehmenden an Arbeit? Ein Rollenspiel von Arbeitgebenden und -nehmenden kann genutzt werden, um Führungsstile, Strukturen o.ä. in Firmen zu verdeutlichen oder auch auf Gewerkschaften hinzuweisen.

Thema – Die Zukunft für uns alle: Mittels eines Rollenspiels, in der eine Utopie dargestellt wird, werden andere Lebensumstände verdeutlicht, z.B. bedingungsloses Grundeinkommen, an Hand dessen Kleingruppen ihre Änderungswünsche an die aktuelle Gesellschaft formulieren können, die sich auch auf ihr demokratisches Verhalten und Verständnis auswirken können.

Service Learning –  Erklärfilm zu Lebensperspektiven: Die Teilnehmenden verarbeiten die behandelten Themen zu einem Film oder einem anderem Medienprodukt, in denen die eigenen Zukunftsvorstellungen dargestellt werden können, vor allem aber für andere im gleichen Alter wichtige Hinweise und Informationen vermittelt werden.

Angewandte Methoden
  • Gruppenarbeiten
  • Plenumsdiskussion
  • Zukunftswerkstatt
  • Positionsbarometer
  • Rollenspiel
  • Ideenbasar / Brainstorming
  • Computerspiel Cities /Skyline
  • Recherche im Netz
  • Filmarbeit / Lehrvideo herstellen
  • Präsentieren der Ergebnisse
Ansprechpartner

Adressen der Jugendbildungsstätten

Jugendbildungszentrum Blossin e. V., Waldweg 10, 15754 Heidesee / OT Blossin, Telefon 033767 info (ät) blossin.de

Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein, Freienwalder Allee 8-10, 16356 Werneuchen/Werftpfuhl, Telefon 033398-8999-11, info (ät) kurt-loewenstein.de

Stiftung Begegnungsstätte Gollwitz, Schlossallee 101, 14776 Brandenburg OT Gollwitz, Telefon 03381 213860, info (ät) stiftunggollwitz.de

Schloß Trebnitz – Bildungs- und Begegnungszentrum e. V., Platz der Jugend 6, 15374 Müncheberg OT Trebnitz, Telefon 033477 519-0 empfang (ät) schloss-trebnitz.de

 

jumblr-Module Bildungsstätten

Die Module werden in drei oder fünftägigen Seminaren in verschiedenen Bildungsstätten (Jugendbildungszentrum Blossin, Begegnungsstätte Schloss Gollwitz, Bildungs- und Begegnungsstätte Schloß Trebnitz, Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein) umgesetzt und sind sowohl für Schulklassen als auch für Jugendgruppen geeignet. Die Hauptzielgruppe sind Jugendliche zwischen 13-17 Jahren, die Module können jedoch altersspezifisch für eine jüngere wie auch ältere Zielgruppe angepasst werden. >>zur Übersicht Module Bildungsstätten

Ansprechpartner

Bastian Bielig
Referent für jumblr
Jugend- und Medienbildung im ländlichen Raum
Tel. 0331-60 11 88-40
mobil: 0174-574 6722
Mail: bielig [ät] medienbildung-brandenburg.de

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