4. BYOD ermöglichen

Die 2014 veröffentlichte ICILS-Studie ergab, dass in deutschen Schulen das Pro-Kopf-Verhältnis von Schüler zu Computern im Vergleich zum OECD-Mittelwert stark unterdurchschnittlich ist. Wenn Schülerinnen und Schüler überhaupt mit Computern in Berührung kommen, dann überwiegend immer noch in dafür eingerichteten Computer-Kabinetten. Auch das Prinzip des „Bring your own device“ (BYOD) ist an deutschen Schulen noch unterentwickelt mit ca. 18 Prozent im Vergleich zum Spitzenreiter Dänemark mit über 80 Prozent, wo mitgebrachte digitale Endgeräte bereits zum schulischen Bildungsalltag gehören. Eine Medienbildung ohne Medien ist ein Widerspruch in sich. Wichtigste Voraussetzungen für eine gelingende schulische Medienbildung mit Medien sind für uns: Breitband-Internet-Versorgung aller Schulen, didaktische Konzepte, die BYOD berücksichtigen und fördern sowie die Entlastung der Lehrerinnen und Lehrern von (computer)technisch-administrativen Aufgaben. Für Schülerinnen und Schüler aus finanzschwachen Familien ist durch die Schulen ein stigmatisierungsfreier Zugang zu moderner Medientechnik sicher zu stellen.

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