In der gestrigen Plenardebatte behandelte der Landtag gleich vier Anträge zur Medienbildung. Nach vier Jahren Landesinitiative „Medienkompetenz stärkt Brandenburg“ – getragen vom Bildungsministerium und der Medienanstalt Berlin-Brandenburg – forderte das Parlament eine Bilanz bis Mitte 2017 ein. Bildungsminister Baaske stellte klar, dass die konzeptionelle Grundlage der Initiative fort- und neugeschrieben werden müsse. Er sicherte überdies zu, beim Finanzminister Fördermittel für die Eltern-Medien-Arbeit aus dem Landeshaushalt zu beantragen.

Der lmb – Landesfachverband Medienbildung Brandenburg unterstützt dieses Anliegen ausdrücklich. In der Diskussion um die Anträge der Oppositions- und Koalitionsfraktionen wurde immer wieder herausgestellt, wie wichtig verlässliche Strukturen auch für die Integration von Medienbildung in der Bildungskette sind. Die Abgeordneten würdigten dabei die Arbeit des lmb und seines außerschulischen medienpädagogischen Netzwerks der Jugendinformations- und Medienzentren (JIM).

„Jetzt heißt es Farbe bekennen“, so Bernd Mones, Vorsitzender des lmb. „Wer gute Medienbildung will, muss auch die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen bereitstellen. Wir nehmen Sie deshalb beim Wort, Herr Baaske. Elternarbeit ist wichtig, genauso wie schulische Medienbildung, die Aus- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte und insbesondere die Koordination der vielen medienpädagogischen Akteure und Aktivitäten im Land. Wir fordern für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt eine koordinierende Fachkraft für Medienbildung und bieten hierfür unsere Expertise an. Die regionalen Koordinatoren sollen dabei von einer landesweit steuernden Instanz unterstützt werden. Der lmb diskutiert mit Ihnen, Herr Minister, gerne über konzeptionelle und Finanzierungsvorschläge.“

Die Sprecher der Fraktionen nahmen am Vortag der Plenardebatte am bildungspolitischen Forum des lmb „Medienbildung jetzt“! Wohin steuert Brandenburg?“ teil. Immer wieder nahmen sie in der Landtagssitzung Bezug auf die Diskussion mit Vertretern von MBJS, mabb und Fachexperten. Am Forum nahmen teil: die Landtagsabgeordneten Simona Koß (SPD), Kathrin Dannenberg (Linke), Kristy Augustin (CDU) und Marie-Luise von Halem (Grüne) gemeinsam mit der stellvertretenden mabb-Direktorin Anka Heinze und Dr. Michael Kaden (MBJS). Die Diskussion wird demnächst als Reader veröffentlicht.

Der lmb ist der medienpädagogische Fachverband im Land Brandenburg. Er qualifiziert, vernetzt, berät und informiert rund um das Thema Medienbildung. Der lmb wird gefördert vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg.

Presseerklärung vom 9. Juni 2016